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Stirnraten online

Stirnraten im Browser: Handy an die Stirn, die Gruppe beschreibt, Neigen zählt. 10 Kategorien, eigene Begriffe, Teams und Karten zum Drucken.

Stirnraten ist ein Ratespiel für Gruppen: Eine Person hält sich das Handy vor die Stirn, und alle anderen beschreiben den Begriff auf dem Bildschirm, ohne ihn auszusprechen. Kippt sie das Gerät nach vorne, zählt der Begriff als richtig, nach hinten wird gepasst. Jeder richtige Begriff bringt einen Punkt, bis der Timer abläuft.

Karten werden geladen

Kategorien

Bei 1 spielen alle zusammen, und das Handy geht reihum.

Eigene Begriffe
Deine Begriffe: 0
Kartenbogen drucken

Gemischte Karten aus den oben gewählten Kategorien und Begriffen, zwei pro Reihe und groß genug, um sie über den Tisch hinweg zu lesen. Entlang der gestrichelten Linien ausschneiden.

Beim Stirnraten hält eine Person das Handy an die Stirn und errät den Begriff, den nur die anderen sehen. Dieses Ratespiel läuft im Browser, mit deutschen Kategorien, Timer, Teams und Punktestand.

Stirnraten ohne App: wie geht das?

Ohne Installation, direkt im Browser: Das Spiel ist eine Webseite, und ein Link auf dem Handy genügt. Wer rät, hält das Handy an die Stirn, der Bildschirm zeigt zu den anderen. Die Gruppe sieht den Begriff und beschreibt ihn, ohne das Wort zu sagen. Ist er erraten, kippt die ratende Person das Gerät nach vorne, bis der Bildschirm zum Boden zeigt. Zum Passen neigt sie es nach hinten, Richtung Decke.

Die Lage liest das Spiel über die Bewegungssensoren aus, so wie es die DeviceOrientation-Spezifikation beschreibt (W3C). Ein Neigen zählt ab 40° gegenüber der aufrechten Haltung. Danach wartet das Spiel, bis das Handy wieder höchstens 20° von aufrecht entfernt ist, sodass eine Bewegung nie doppelt zählt. Die Knöpfe „Richtig“ und „Passen“ funktionieren immer, auch ohne Sensor.

Auf Android-Handys schaltet die Runde in den Vollbildmodus und dreht sich ins Querformat, damit die Schrift größer wird. Ein iPhone lässt sich von einer Webseite nicht drehen, deshalb bittet das Spiel dort darum, es quer zu halten. Safari fragt auf dem iPhone einmal nach der Erlaubnis für Bewegung und Ausrichtung; laut Apples Entwicklerdokumentation kam diese Abfrage mit iOS 13. Auf Android arbeiten die Sensoren ohne Rückfrage.

Ein Computer hat keinen Bewegungssensor, dort antworten die Knöpfe oder die Pfeiltasten: nach unten für richtig, nach oben zum Passen. Stirnraten online braucht damit nur ein Gerät, eine Gruppe und eine Internetverbindung, über die die Karten geladen werden.

Die Regeln einer Runde

Eine Runde ist ein Wettlauf gegen die Uhr: Wer rät, soll möglichst viele Begriffe erraten, bevor das Zeitlimit abläuft, voreingestellt sind 60 Sekunden. Die Mitspielerinnen und Mitspieler dürfen Hinweise geben, umschreiben, Gegenteile nennen oder etwas vormachen. Nur der Begriff selbst bleibt tabu.

  1. „Starten“ öffnet die Spielansicht über den ganzen Bildschirm. Ist Neigen eingeschaltet, beginnt die Runde, sobald das Handy 0,6 Sekunden lang ruhig und aufrecht gehalten wird. Sonst tippt jemand auf „Los“.
  2. Ein Countdown von 3 Sekunden lässt Zeit, das Handy anzulegen, dann erscheint der erste Begriff.
  3. Richtig: das Handy nach vorne neigen oder auf „Richtig“ tippen. Das bringt einen Punkt.
  4. Überspringen: das Handy nach hinten kippen oder auf „Passen“ tippen. Passen kostet nichts.
  5. Mit Ton ticken die letzten 5 Sekunden, dann beendet ein Schlusston die Runde. Der Begriff, der in diesem Moment zu sehen ist, gilt als gepasst.
  6. Danach listet das Spiel alle Begriffe der Runde auf. Ein Tipp auf einen Begriff schaltet ihn zwischen richtig und gepasst um, falls ein Neigen falsch erkannt wurde.

Diese Abläufe sind Vorgaben dieser Seite. Für die Handy-Version legt keine offizielle Stelle Regeln fest, weder für den Timer noch für das Neigen oder die Punkte. Ob Reime, Übersetzungen oder Teile des Wortes als Hinweis erlaubt sind, klärt die Gruppe vorher.

10 Kategorien mit deutschen Begriffen

Das Spiel bringt 10 Kategorien mit zusammen 542 Begriffen mit, alle für Deutschland geschrieben. Zu Beginn sind alle außer „Für Kinder“ eingeschaltet, das sind 487 Karten. Jede Kategorie lässt sich einzeln an- und abwählen.

Die 10 Kategorien mit ihren ersten Karten
KategorieKartenBeispiele
Tiere60Hund, Katze und Pferd
Berufe52Ärztin, Bäcker und Lehrerin
Essen und Trinken52Brezel, Bratwurst und Currywurst
Rund ums Haus52Sofa, Kühlschrank und Waschmaschine
Sport und Freizeit54Fußball, Handball und Eishockey
Orte54Berlin, Hamburg und München
Historische Persönlichkeiten54Goethe, Schiller und Beethoven
Märchen und Sagen55Rotkäppchen, Schneewittchen und Aschenputtel
Pantomime54Zähne putzen, Fahrrad fahren und Hemd bügeln
Für Kinder55Ball, Sonne und Mond

Unter „Historische Persönlichkeiten“ stehen nur Menschen, die nicht mehr leben, etwa Goethe, Schiller und Beethoven. So veraltet die Kategorie nicht. Bei „Märchen und Sagen“ finden sich Märchenfiguren, Sagengestalten und Figuren aus gemeinfreien Klassikern, darunter Rotkäppchen, Schneewittchen und Aschenputtel. Markennamen und Figuren aus Filmen oder Serien, die einem Unternehmen gehören, kommen in keiner Kategorie vor.

Die Karten der Kategorie Pantomime sind Tätigkeiten wie Zähne putzen, Fahrrad fahren und Hemd bügeln. Die Gruppe kann sie stumm vorspielen, wie bei einer Scharade, die der Duden als Ratespiel beschreibt, bei dem ein Wort pantomimisch dargestellt wird.

Gemischt wird mit dem kryptografischen Zufallsgenerator des Browsers, der Funktion getRandomValues (W3C). Kein Begriff kommt doppelt, bevor alle Karten im Spiel einmal dran waren. Danach wird neu gemischt.

Eigene Begriffe als eigene Kategorie

Im Feld für eigene Begriffe ist Platz für bis zu 300 Einträge, einer pro Zeile oder durch Kommas getrennt. Jeder Eintrag wird auf 40 Zeichen gekürzt, doppelte fallen weg. Die eigenen Wörter mischen sich unter die gewählten Kategorien. Mit „Nur meine Begriffe spielen“ bilden sie eine eigene Kategorie, und die eingebauten Karten bleiben außen vor.

Typische Listen sind Namen aus der Klasse oder der Familie, lebende Stars, Vokabeln oder ein Thema wie Urlaub, Weihnachten oder der eigene Verein. Lebende Personen fehlen in den eingebauten Karten mit Absicht, über dieses Feld kommen sie trotzdem ins Spiel.

Die Liste bleibt auf der Seite und ist nach dem Neuladen weg. Wer sie später wieder braucht, muss sie selbst aufbewahren, etwa in einer Notiz.

Stirnraten und „Wer bin ich?“: wo liegt der Unterschied?

Der Unterschied liegt bei den Fragen: Bei „Wer bin ich?“ fragt die ratende Person selbst, beim Stirnraten beschreiben die anderen frei und gegen die Uhr. In der klassischen Variante steht der Begriff auf einem Zettel oder auf Haftnotizen an der Stirn. Erlaubt sind nur Ja/Nein-Fragen, und die anderen antworten mit Ja oder Nein.

Genau diese Fassung beschreiben Bildungsträger. Im Arbeitsblatt „Was mache ich beruflich?“ kleben Zettel mit Berufen per Klebeband an der Stirn, gefragt wird etwa „Arbeite ich mit den Händen?“. Bei „nein“ ist die nächste Person an der Reihe (Initiative Klischeefrei). Mit dem Arbeitsblatt „Tiere erraten“ übt das Goethe-Institut Entscheidungsfragen wie „Kann dein Tier fliegen?“.

Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Grünberg lässt den Zettel auf den Rücken oder die Stirn kleben und begrenzt das Raten auf 20 Fragen. Vorher spricht die Gruppe ab, ob reale Personen, Tiere oder Zeichentrickfiguren erlaubt sind (Stadt Grünberg).

Bei Spielen wie Hedbanz steckt die Karte in einem Stirnband, mit dem Hersteller hat diese Seite nichts zu tun. Zeitlimit, Neigen, Teams und Punkte beschreibt keine der genannten Quellen, sie sind Regeln dieser Seite. Die Fragenvariante lässt sich trotzdem mit dem Handy spielen, etwa mit der längsten Runde von 2 Minuten.

Ratekarten zum Ausdrucken

Für die Zettelvariante oder eine Runde ohne Handy erstellt das Spiel einen Bogen mit Karten zum Ausdrucken: wahlweise 12, 24, 36 oder 48 Stück, voreingestellt 24. Die Karten stammen aus den gewählten Kategorien und den eigenen Begriffen und werden gemischt. Auf eine A4-Seite passen 12, zwei nebeneinander und groß genug für den Blick über den Tisch.

Gestrichelte Linien zeigen, wo die Schere ansetzt. So lassen sich die Karten einzeln ausschneiden und mit Klebeband an die Stirn heften. Auf Karteikarten geklebt, überstehen sie mehrere Runden. Im Druckdialog der meisten Browser lässt sich der Bogen auch als PDF speichern.

Teams, Runden und Punktestand

Im Teammodus treten bis zu 6 Teams gegeneinander an, voreingestellt sind 2. Jedes Team spielt 1 bis 10 Runden, zu Beginn 3, und die Teams wechseln sich ab. Steht die Zahl der Teams auf 1, spielen alle zusammen, und das Handy geht reihum.

Jeder richtige Begriff zählt einen Punkt, Passen kostet nichts. Der Punktestand zeigt jedes Team mit seinen Runden und der Summe. Nach der letzten Runde des letzten Teams folgt der Endstand mit dem Sieger oder einem Gleichstand. Teams und Runden bleiben fest, bis das Spiel endet oder ein neues beginnt.

Mit den Voreinstellungen dauert das reine Raten 6 Minuten: 2 Teams mit je 3 Runden zu 60 Sekunden. Dazu kommen Countdowns, Wechsel und der Blick auf die Wortliste nach jeder Runde.

Für Kinder, für Partys und für den Unterricht

Als Partyspiel passt Stirnraten vom Kindergeburtstag bis zum Spieleabend unter Erwachsenen, ebenso an Silvester, zu Weihnachten oder auf der Klassenfahrt.

Für jüngere Kinder gibt es die Kategorie „Für Kinder“ mit 55 einfachen Begriffen wie Ball, Sonne und Mond. Sie ist zu Beginn ausgeschaltet und lässt sich auch allein spielen, wenn alle anderen abgewählt sind. Unter Erwachsenen machen berühmte Persönlichkeiten und Pantomime die Runden kniffliger, und eigene Begriffe bringen Insider aus dem Freundeskreis ins Spiel.

Im Unterricht lassen sich so Fachbegriffe, Vokabeln oder Berufe wiederholen. Ein Handy für die ganze Klasse genügt, wenn alle ein Team bilden und das Gerät reihum geht.

Für einen längeren Spieleabend laufen weitere Spiele im Browser: Wichteln mit Würfeln verteilt Geschenke, beim Buchstabenwürfel-Spiel werden Wörter im Raster gesucht, und der CPS-Test zählt Klicks pro Sekunde.

Was auf dem Handy bleibt

Das Spiel legt nichts im Browser ab, und es gibt keine Anmeldung und kein Konto. Was du eintippst, verlässt das Gerät nicht. Der Link der Seite enthält nur Kategorien, Rundenlänge, Teams und Runden, nie eigene Begriffe. Wer ihn teilt, öffnet bei den anderen dasselbe Spiel.

Damit das Handy an der Stirn nicht dunkel wird, nutzt das Spiel die Screen Wake Lock API (W3C). Der Bildschirm bleibt an, solange eine Runde läuft und der Browser die Schnittstelle unterstützt. Vibration gibt es nur auf Android-Handys. Ist der Ton aus, fehlen das Ticken der letzten Sekunden und der Schlusston.

Häufige Fragen

Was ist Stirnraten?

Ein Ratespiel, bei dem eine Person einen Begriff vor der Stirn trägt, den sie selbst nicht sieht, während die anderen ihn beschreiben. Früher stand er auf einem Zettel, heute oft auf dem Handy. Verwandt ist die Scharade, ein Gesellschaftsspiel, bei dem ein Wort aus einer pantomimischen Darstellung erraten werden soll (DWDS).

Ist Stirnraten kostenlos?

Hier ja: Stirnraten online kostet auf dieser Seite nichts, ohne App und ohne Konto. Alle 10 Kategorien, die eigenen Begriffe, die Teams und der Kartenbogen sind frei nutzbar. Manche Apps bieten dagegen weitere Kategorien nur gegen Bezahlung an.

Wie viele Mitspieler braucht man?

Mindestens zwei: Eine Person rät, eine beschreibt. Nach oben gibt es keine Grenze, denn das Spiel zählt keine Personen, sondern Teams. Einstellen lassen sich 1 bis 6 Teams, und bei einem Team spielen alle zusammen.

Ab wie vielen Jahren kann man mitspielen?

Eine Altersgrenze legt das Spiel nicht fest. Wer rät, muss nicht lesen können, denn die anderen sehen die Karte und beschreiben sie. Für Kinder gibt es eine eigene Kategorie mit 55 einfachen Begriffen. Das Arbeitsblatt der Initiative Klischeefrei setzt seine Berufe-Variante ab Klasse 5 an.

Warum reagiert das Handy nicht auf das Neigen?

Meist fehlt die Erlaubnis für die Sensoren: Auf dem iPhone fragt Safari einmal danach, und nach einer Ablehnung antworten die Knöpfe. Außerdem muss „Mit Neigen antworten“ eingeschaltet sein. Ein Neigen zählt erst ab 40°, und der nächste Begriff wartet, bis das Handy wieder aufrecht ist.

Wie lange dauert eine Runde?

Voreingestellt sind 60 Sekunden, wählbar sind 30, 45, 60, 90 oder 120 Sekunden. Davor zählt ein Countdown von 3 Sekunden herunter, in dem das Handy an seinen Platz kommt. Ist der Ton an, ticken die letzten 5 Sekunden hörbar.

Kann man Stirnraten per Videochat spielen?

Ja, mit zwei Geräten: Über das eine läuft der Videoanruf, das andere zeigt die Karten. Die ratende Person hält das Handy so vor die Stirn, dass die Kamera des anderen Geräts den Begriff zeigt. Die anderen beschreiben über das Mikrofon, und Neigen oder Tippen funktioniert wie am Tisch.

Wie heißt das Spiel auf Englisch?

Die Zettelvariante heißt im Englischen meist „Who am I?“. Bekannt ist dort auch die App Heads Up!, mit der diese Seite nichts zu tun hat. Für Stirnraten im Englischunterricht lassen sich englische Wörter als eigene Begriffe eintragen.

Quellen

Die Zahlen und Regeln auf dieser Seite wurden am anhand dieser Veröffentlichungen geprüft.

  1. M6 – Was mache ich beruflich?(öffnet in einem neuen Tab)

    Servicestelle der Initiative Klischeefrei

  2. Spiele, Spiele, Spiele…(öffnet in einem neuen Tab)

    Stadt Grünberg, Kinder- und Jugendbüro

  3. Scharade(öffnet in einem neuen Tab)

    Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)

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