Kompass online
Kompass im Browser für Handy und Tablet: Richtung in Grad und Himmelsrichtung, dazu die Missweisung für deutsche Städte und Koordinaten nach WMM2025.
Der Kompass im Browser liest den Magnetsensor von Handy oder Tablet und zeigt die Richtung in Grad samt Himmelsrichtung. Er misst den magnetischen Norden, der in Deutschland östlich des geografischen liegt: am 1. Januar 2026 um 3,2° in Köln bis 5,1° in Berlin. Diesen Winkel, die Missweisung, kann die Anzeige einrechnen.
Auf Handy und Tablet fragt der Browser einmal nach den Bewegungssensoren. Die Messwerte bleiben im Browser.
Richtung · Magnetischer Norden
–
Der Sensor misst den magnetischen Norden, also die Richtung, in die auch eine Kompassnadel zeigt.
Kompass kalibrieren
Das Handy von Magneten, Metall und anderen Geräten fernhalten und dann einige Male in Form einer Acht schwenken, dabei kippen und drehen.
- Erstellt und an den Quellen geprüft von Muhammad Abdullah Awais
- Zuletzt geprüft am
- 13 Quellen
- Methodik
Ein Kompass online ohne App und ohne Konto: Er zeigt auf Handy und Tablet die Richtung in Grad und als Himmelsrichtung, wahlweise zum magnetischen oder zum geografischen Norden. Dazu berechnet er die Missweisung für 12 deutsche Städte, den eigenen Standort oder beliebige Koordinaten, samt Winkel zum UTM-Gitter der Karte. Diese Rechnung klappt auch am Computer ohne Sensor.
Wo ist Norden?
Norden liegt dort, wohin das rote N der Kompassrose zeigt. Die Rose dreht sich mit dem Handy, die feste rote Marke oben steht für die Richtung, in die das Gerät zeigt. Gemessen wird mit dem Magnetometer, das das Erdmagnetfeld erfasst. Beschleunigungssensor und Gyroskop liefern die Lage des Geräts im Raum. Der Browser verrechnet beides zu einem Winkel gegenüber dem magnetischen Norden.
Als Richtung gilt die Oberkante, wenn das Handy flach liegt, und die Rückseite, wenn es aufrecht wie beim Fotografieren gehalten wird. Jede Neigung dazwischen funktioniert ebenfalls, im Hoch- wie im Querformat. Steht das Gerät hochkant auf seiner Seitenkante, gibt es keine eindeutige Richtung, und die Seite bittet darum, es flach oder aufrecht zu halten.
Die Anzeige nennt ganze Grad von 0 bis 359, im Uhrzeigersinn ab Norden gezählt, dazu eine der 16 Himmelsrichtungen mit Kürzel und Namen. Bei 0° weist das Gerät genau nach Norden, bei 90° nach Osten. Um vom eigenen Standort aus Norden zu finden, genügt es also, das Handy zu drehen, bis die Anzeige 0° erreicht.
Himmelsrichtung mit dem Handy bestimmen
Die Himmelsrichtung lässt sich mit jedem Handy bestimmen, das ein Magnetometer hat, und zwar direkt im Browser. Nach dem Tippen auf „Kompass starten“ nennt die Seite fortlaufend, wohin das Gerät weist, als Gradzahl und als eine der 16 Richtungen der Kompassrose. Auf iPhone und iPad fragt Safari dabei einmal nach dem Zugriff auf Bewegungs- und Ausrichtungsdaten. Chrome und Firefox auf Android liefern die Ausrichtung ohne diese Rückfrage.
In beiden Fällen bezieht sich der Wert auf den magnetischen Norden, so wie bei einer Kompassnadel. Für den geografischen Norden lässt sich der Nordbezug umstellen, dann rechnet die Seite den Winkel zwischen beiden Nordrichtungen für den gewählten Ort ein. Wie genau die Richtung ist, hängt vom Sensor des Geräts und von Metall oder Magneten in der Nähe ab. Für die Orientierung im Gelände ersetzt ein Handy daher weder Karte noch Kompass.
Die Abfrage auf dem iPhone muss von einem Tippen ausgelöst werden, deshalb startet der Kompass erst auf Knopfdruck. Safari meldet eine eigene Kompassrichtung, die sich ebenfalls auf den magnetischen Norden bezieht. Lehnt der Browser den Zugriff ab, erscheint ein eigener Hinweis.
Die W3C-Spezifikation „DeviceOrientation Event“ nennt eine auf die Erde bezogene Ausrichtung absolut. Ihr Bezugssystem zeigt zum magnetischen Norden, und lesen darf eine Seite sie nur über eine sichere Verbindung mit HTTPS. Diese Seite wird nur so ausgeliefert, und die Messwerte verlassen den Browser nicht.
Am Computer fehlt meist der Sensor, denn die meisten Laptops und Desktop-PCs haben kein Magnetometer. Kommt binnen 1,5 s nach dem Start kein Messwert, sagt die Seite das und bietet die Ansicht „Missweisung“ an, die auf jedem Gerät rechnet. Solange der Kompass läuft, bittet die Seite darum, den Bildschirm eingeschaltet zu lassen, sofern der Browser das anbietet.
Missweisung: magnetischer und geografischer Norden
Die Missweisung ist der Winkel zwischen geografischem und magnetischem Norden an einem Ort. Der Duden führt das Wort als Bezeichnung für die Deklination in der Physik. Geografischer Norden ist die Richtung entlang des Meridians zum Nordpol, magnetischer Norden die Richtung, in die eine Kompassnadel zeigt. Liegt der magnetische Norden östlich, gilt die Missweisung als östlich und wird positiv gezählt.
Die Ansicht „Missweisung“ rechnet mit dem World Magnetic Model 2025 (WMM2025), das die NOAA gemeinsam mit dem British Geological Survey herausgibt. Es erschien am 17. Dezember 2024 und gilt bis zum 31. Dezember 2029. Danach soll WMM2030 es ablösen. Das Modell beschreibt das Hauptfeld der Erde mit 168 Koeffizienten bis Grad 12. Die Rechnung läuft vollständig im Browser und trifft alle 100 Testwerte, die die NOAA zum Modell veröffentlicht.
Als Ort stehen 12 Städte von Berlin bis Garmisch-Partenkirchen zur Wahl, außerdem der eigene Standort und frei eingetippte Koordinaten. Koordinaten lassen sich als Dezimalgrad mit Komma oder Punkt eintippen oder als Grad, Minuten und Sekunden. Osten steht dabei ohne Buchstaben oder als E. Ein O lehnt die Eingabe ab, weil es im Französischen, Spanischen und Italienischen für Westen steht. Das Datum ist zunächst der heutige Tag des Geräts und lässt sich vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2029 ändern.
Neben der Missweisung nennt die Ansicht die Inklination, also die Neigung der Feldlinien gegen die Waagerechte. In Berlin beträgt sie am 1. Januar 2026 68,1°, die Totalintensität des Erdmagnetfelds 50,1 µT. Unter „Kartengitter und Höhe“ lässt sich außerdem die Höhe über dem Meer von -1 bis 100 km angeben.
Der magnetische Nordpol, an dem die Feldlinien senkrecht stehen, wandert. Nach der Polliste der NOAA zum WMM2025 lag er am 1. Januar 2025 bei 85,8° N und 139,3° O, für 2030 erwartet das Modell 84,7° N und 126,1° O. In seiner Nähe wird die waagerechte Feldstärke, die Horizontalintensität, schwach. Unter 6.000 nT mahnt die Ansicht zur Vorsicht, unter 2.000 nT nennt sie einen Kompass unzuverlässig.
Wie groß ist die Missweisung in Deutschland?
Am 1. Januar 2026 reicht sie nach dem WMM2025 von 3,2° in Köln bis 5,1° in Berlin, überall östlich. Im Osten Deutschlands liegt der magnetische Norden also etwas weiter vom geografischen entfernt als im Westen. In Berlin wächst der Winkel um 8,1′ im Jahr nach Osten.
| Ort | Winkel zum geografischen Norden | Zunahme pro Jahr | Unsicherheit |
|---|---|---|---|
| Berlin | 5,1° O | 8,1′ | ±0,39° |
| Hamburg | 4,2° O | 9,0′ | ±0,39° |
| München | 4,3° O | 7,1′ | ±0,37° |
| Köln | 3,2° O | 8,8′ | ±0,38° |
| Frankfurt am Main | 3,7° O | 8,2′ | ±0,37° |
| Stuttgart | 3,8° O | 7,7′ | ±0,37° |
| Dresden | 5,0° O | 7,6′ | ±0,38° |
| Hannover | 4,1° O | 8,7′ | ±0,39° |
| Freiburg im Breisgau | 3,4° O | 7,8′ | ±0,36° |
| Rostock | 4,9° O | 8,9′ | ±0,40° |
| Nürnberg | 4,2° O | 7,6′ | ±0,37° |
| Garmisch-Partenkirchen | 4,1° O | 7,0′ | ±0,36° |
Zum Abgleich eignet sich der Rechner des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung, der mit dem International Geomagnetic Reference Field (IGRF) rechnet, einem zweiten Modell des Hauptfelds. Das GFZ nennt für Berlin im Oktober 2026 einen Wert von 5° 12′ und eine Änderung von 8,2′ im Jahr. Das WMM2025 kommt am 15. Oktober 2026 auf 5° 11′ und 8,1′. Für München nennen beide 4° 22′, für Köln im Januar 2026 3° 15′ gegen 3° 14′.
Der Unterschied beträgt also höchstens eine Bogenminute. Er rührt daher, dass beide Werte aus verschiedenen Modellen stammen und der GFZ-Rechner mit eigenen Koordinaten und Höhen arbeitet, jeweils am 15. eines Monats. Laut den Erläuterungen des GFZ genügt ein Jahreswert für die Navigation mit dem Magnetkompass. Zugleich nennt es stark magnetisiertes Gestein als Grund, warum die tatsächliche Missweisung vom berechneten Wert abweichen kann.
Die Unsicherheit in der letzten Spalte folgt dem Fehlermodell der NOAA: eine Standardabweichung von √(0,26² + (5.417 / H)²) Grad, mit H als Horizontalintensität in Nanotesla. In Berlin mit H = 18,7 µT ergibt das 0,39°. Störungen vor Ort deckt das nicht ab: Laut NOAA können örtliche, regionale und zeitliche Abweichungen der Missweisung mehr als 10° betragen.
Die Werte für Berlin und München stimmen mit dem WMM2025-Rechner des British Geological Survey (BGS) überein. Beide stehen mit dem Testwert der NOAA in den Referenzfällen, die bei jeder Veröffentlichung der Seite neu nachgerechnet werden.
Gitternord, UTM-Zone und Nadelabweichung
Topografische Karten haben einen dritten Norden, das Gitternord: die Richtung ihrer senkrechten Gitterlinien. Der Deutsche Alpenverein erklärt in seinem Beitrag zum Planzeiger für Alpenvereinskarten die drei Nordrichtungen geografisches Nord, Gitternord und Magnetnord. Der Winkel zwischen Gitternord und geografischem Norden heißt Meridiankonvergenz.
Zwei Begriffe werden dabei oft verwechselt. Die Missweisung oder Deklination gibt an, wie weit der magnetische Norden vom geografischen abweicht. Die Nadelabweichung, wie Kartenlexika den Begriff verwenden, bezieht den magnetischen Norden dagegen auf das Gitternord. Sie ergibt sich aus Missweisung minus Meridiankonvergenz. Die Ansicht zeigt beide Winkel getrennt an.
Welches Gitter gilt, hängt von der Karte ab. Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) beschreibt die bundesweite Digitale Topografische Karte 1 : 25 000 (DTK25) mit „UTM-Abbildung in Zone 32, Ellipsoid GRS80, Datum ETRS89“. Die östlichen Länder geben ihre eigenen topografischen Karten in Zone 33 heraus, die östlich von 12° O beginnt. Voreingestellt wählt die Ansicht die Zone nach dem Längengrad, für Berlin also Zone 33.
Für Berlin am 1. Januar 2026 macht das einen deutlichen Unterschied. Mit einer Karte in Zone 32 liegt Gitternord 3,48° östlich des geografischen Nordens, die Nadelabweichung beträgt 1,59° östlich. Bei Zone 33 liegt Gitternord 1,28° westlich, die Nadelabweichung wächst auf 6,35° östlich.
Ist die Nadelabweichung östlich, wird eine auf der Karte gemessene Richtung für den Kompass um diesen Winkel kleiner. Eine Kartenrichtung von 90° in Berlin wird mit Zone 33 zu 83,6° am Kompass, mit Zone 32 zu 88,4°. Rechtweisend, also auf den geografischen Norden bezogen, sind es entsprechend 88,7° und 93,5°. Unter „Karten- und Kompassrichtung“ rechnet die Ansicht jede Kartenrichtung so um.
Marschrichtung halten und Wert festhalten
Eine Marschrichtung ist ein Kurs in Grad, dem man im Gelände folgt. Im Feld „Kurs halten“ lässt sich eine Gradzahl von 0 bis 359 eintippen, oder die Schaltfläche „Aktuelle Richtung übernehmen“ setzt den gerade angezeigten Wert. Die Kompassrose markiert diesen Kurs mit einem eigenen Dreieck.
Weicht das Handy davon ab, nennt die Seite, um wie viele Grad nach rechts oder links zu drehen ist. Beträgt die Abweichung weniger als 3°, meldet sie „Auf Kurs“. So lässt sich eine Richtung auch dann halten, wenn kein Ziel zu sehen ist, etwa im Wald oder bei Nebel.
Der Kurs bezieht sich auf denselben Norden wie die Anzeige. Steht der Nordbezug auf „Geografischer Norden“, ist er rechtweisend. Ein magnetischer Kurs von 90° entspricht in Berlin am 1. Januar 2026 einem rechtweisenden von 95°.
„Wert festhalten“ friert die angezeigte Richtung ein, bis „Freigeben“ getippt wird, etwa um sie abzulesen oder zu notieren. Bei „Nadel“ stehen drei Stufen zur Wahl: „Schnell“ folgt dem Sensor fast sofort, „Ruhig“ glättet ein Zittern stärker, „Ausgewogen“ liegt dazwischen.
Kompassrose in Grad: die 16 Himmelsrichtungen
Die 16 Himmelsrichtungen liegen jeweils 22,5° auseinander, beginnend mit Norden bei 0°. Osten folgt bei 90°, Süden bei 180°, Westen bei 270°. Jede Richtung umfasst 11,25° zu beiden Seiten ihrer Gradzahl, und im Deutschen steht O für Osten.
| Kürzel | Name | Gradzahl |
|---|---|---|
| N | Norden | 0° |
| NNO | Nordnordost | 22,5° |
| NO | Nordost | 45° |
| ONO | Ostnordost | 67,5° |
| O | Osten | 90° |
| OSO | Ostsüdost | 112,5° |
| SO | Südost | 135° |
| SSO | Südsüdost | 157,5° |
| S | Süden | 180° |
| SSW | Südsüdwest | 202,5° |
| SW | Südwest | 225° |
| WSW | Westsüdwest | 247,5° |
| W | Westen | 270° |
| WNW | Westnordwest | 292,5° |
| NW | Nordwest | 315° |
| NNW | Nordnordwest | 337,5° |
Für die Ausrichtung eines Balkons wird das Handy in der Balkontür flach gehalten, die Oberkante nach außen. Ein Balkon nach Süden zeigt dann Werte um 180°. Ein Geländer aus Metall kann den Sensor stören, etwas Abstand dazu verringert das. Für eine Solaranlage auf dem Balkon nennt der Kompass nur die Richtung, keinen Ertrag. Lagepläne und Sonnenstandsangaben beziehen sich auf den geografischen Norden, dafür lässt sich der Nordbezug umstellen.
Im Garten zeigt die Himmelsrichtung, auf welche Seite eine Hecke oder ein Baum mittags Schatten wirft, in Deutschland nach Norden. Welche Abstände Hecken und Bäume zur Grundstücksgrenze einhalten müssen, prüft der Rechner zum Grenzabstand für jedes Bundesland.
Kalibrieren, Störquellen und Genauigkeit
Ein Handykompass ist nur so genau wie sein Magnetometer und die Umgebung, in der es misst. Typische Störquellen sind Magnete in Hüllen und Halterungen, Metall, Lautsprecher, Autos und Stahlbeton. Apple schreibt in der Anleitung zum Kompass auf dem iPhone, dass magnetische oder umgebungsbedingte Störungen die Genauigkeit beeinträchtigen können.
Zum Kalibrieren beschreibt Google in der Hilfe zu Google Maps eine Achterbewegung: Das Handy wird in Form einer Acht geschwenkt, bis der Strahl der Standortanzeige schmaler wird. Der aufklappbare Hinweis „Kompass kalibrieren“ fasst das zusammen und nennt zusätzlich den Abstand zu Magneten und Metall. Apple beschreibt zudem, das iPhone flach zu halten, damit sich das Fadenkreuz ausrichtet.
Auf dem iPhone meldet Safari, wie weit die Richtung danebenliegen kann. Die Seite zeigt diesen Wert und weist auf das Kalibrieren hin, wenn er über 20° liegt. Android-Browser geben Webseiten keine solche Angabe. Apple selbst beschreibt den digitalen Kompass nur als Hilfe für die einfache Navigation.
Wie das Lineal im Browser erst nach dem Abgleich mit einer Bankkarte echte Zentimeter zeigt, ist auch der Kompass auf einen Abgleich angewiesen. Den übernimmt hier das Handy selbst für sein Magnetometer. Die Seite kann ihn weder auslösen noch verbessern und ist nie genauer als der Sensor.
Der Deutsche Alpenverein weist im Beitrag „Wandern mit App: verlässlich oder nicht?“ darauf hin, dass zusätzlich immer eine Karte dabei sein sollte. Die Karten einer App sind nur sichtbar, solange der Akku reicht. In diesem Sinn ergänzt ein Handy Karte und Kompass, statt sie zu ersetzen.
Häufige Fragen
Warum fragt das iPhone nach Bewegung und Ausrichtung?
Safari gibt die Daten der Bewegungssensoren erst nach einer Erlaubnis an eine Webseite weiter. Die Abfrage erscheint beim ersten Tippen auf „Kompass starten“ und muss von diesem Tippen ausgelöst werden. Ohne Erlaubnis zeigt die Seite einen Hinweis. Safari merkt sich die Antwort, solange es geöffnet bleibt; Neuladen fragt also nicht erneut, erst nach dem vollständigen Schließen von Safari.
Warum stimmt der Kompass auf dem Handy nicht?
Häufig stört Metall oder ein Magnet in der Nähe, etwa in einer Hülle, einer Halterung oder im Auto. Hilft eine Achterbewegung nicht, kann der Nordbezug die Ursache sein. Der Sensor zeigt den magnetischen Norden, Karten und Lagepläne den geografischen. In Berlin trennen beide am 1. Januar 2026 5,1°.
Funktioniert der Kompass am Computer?
Die Richtungsanzeige meist nicht: Die meisten Laptops und Desktop-PCs haben kein Magnetometer, und die Seite meldet das nach dem Start. Die Ansicht „Missweisung“ rechnet dagegen auf jedem Gerät, auch am Computer, für jeden Ort und jedes Datum bis zum 31. Dezember 2029.
Funktioniert der Kompass ohne Internet?
Zum Laden braucht die Seite eine Verbindung. Danach läuft alles im Browser: Richtung und Missweisung werden weiter angezeigt, auch wenn unterwegs das Netz wegfällt, solange die Seite geöffnet bleibt. Ein neues Laden ohne Netz klappt dagegen nicht.
Wird mein Standort gesendet?
Nein. „Mein Standort“ fragt den Browser erst auf ein Tippen nach der Position, rundet sie auf 0,01°, also auf rund einen Kilometer, und rechnet damit nur auf dem Gerät. Die Position kommt nie in den Link. Andere Einstellungen wie Ort, Datum, Kartengitter oder Kurs stehen in der Adresse, sodass ein Link dieselbe Ansicht öffnet. Im Browser gespeichert wird nichts.
Was unterscheidet Missweisung und Nadelabweichung?
Die Missweisung misst den magnetischen Norden vom geografischen Norden aus, die Nadelabweichung vom Gitternord der Karte. In Berlin beträgt die Missweisung am 1. Januar 2026 5,1°, die Nadelabweichung auf einem Kartenblatt in Zone 33 6,4°. Für das Übertragen von Richtungen zwischen Karte und Kompass zählt die Nadelabweichung.
Wie genau ist die berechnete Missweisung?
Für die 12 Städte ergibt das Fehlermodell der NOAA eine Standardabweichung von 0,36° bis 0,40°. Das gilt für das Hauptfeld der Erde. Gestein, Leitungen oder Bauwerke vor Ort bildet das Modell nicht ab; sie können die tatsächliche Missweisung stärker verschieben.
Ändert sich die Missweisung mit der Zeit?
Ja. In Berlin wächst sie um 8,1′ im Jahr und erreicht nach dem Modell am 31. Dezember 2029 etwa 5,6°. Weil sich das Feld nicht beliebig weit vorhersagen lässt, gilt das WMM2025 nur bis zu diesem Tag, danach folgt WMM2030. Werte auf älteren Karten weichen aus demselben Grund vom heutigen ab.
Geprüft an festen Ergebnissen
Für jeden Fall unten steht das Ergebnis durch die Quelle fest oder ist von Hand aus ihr nachgerechnet. Das Tool rechnet ihn bei jeder Veröffentlichung nach, und eine Seite, die abweicht, geht nicht online.
Berlin, 1. Januar 2026, Meereshöhe (WMM2025-Rechner des BGS)
- Erwartet
- 5,07°
- Dieses Tool
- 5,07°
Amtlicher Wert: World Magnetic Model 2025 Calculator(öffnet in einem neuen Tab)Fall öffnen
München, 1. Januar 2026, Meereshöhe (WMM2025-Rechner des BGS)
- Erwartet
- 4,27°
- Dieses Tool
- 4,27°
Amtlicher Wert: World Magnetic Model 2025 Calculator(öffnet in einem neuen Tab)Fall öffnen
80° N, 0° O, 1. Januar 2025, Meereshöhe (Testwert der NOAA)
- Erwartet
- 1,28°
- Dieses Tool
- 1,28°
Amtlicher Wert: Test Values for WMM2025(öffnet in einem neuen Tab)Fall öffnen
Quellen
Die Zahlen und Regeln auf dieser Seite wurden am anhand dieser Veröffentlichungen geprüft.
- The World Magnetic Model (WMM)(öffnet in einem neuen Tab)
NOAA National Centers for Environmental Information
- WMM Accuracy, Limitations, and Error Model(öffnet in einem neuen Tab)
NOAA National Centers for Environmental Information
- World Magnetic Model 2025 Calculator(öffnet in einem neuen Tab)
British Geological Survey
- Test Values for WMM2025(öffnet in einem neuen Tab)
NOAA National Centers for Environmental Information
- Wandering of the Geomagnetic Poles(öffnet in einem neuen Tab)
NOAA National Centers for Environmental Information
- IGRF Deklinationsrechner: Erläuterungen(öffnet in einem neuen Tab)
GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung
- Dokumentation Digitale Topografische Karte 1 : 25 000 (DTK25)(öffnet in einem neuen Tab)
Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
- Wandern mit App: verlässlich oder nicht?(öffnet in einem neuen Tab)
Deutscher Alpenverein
- Der Planzeiger für Alpenvereinskarten(öffnet in einem neuen Tab)
Deutscher Alpenverein
Ähnliche Tools
- Energetische Sanierung steuerlich absetzen§ 35c EStG: 20 % der Sanierungskosten über drei Jahre von der Einkommensteuer abziehen, höchstens 40.000 € je Objekt, verglichen mit BAFA und KfW.
- Grenzabstand Hecke und Baum prüfenGrenzabstand für Hecken, Bäume und Sträucher nach dem Nachbarrecht aller 16 Länder prüfen: Mindestabstand, zulässige Höhe, Frist und Schnittzeit.
- Kaufnebenkosten-Rechner für Haus und WohnungGrunderwerbsteuer aller Bundesländer, Notar und Grundbuch nach GNotKG, Makler und Grundschuld: die Nebenkosten beim Immobilienkauf in Euro und Prozent.
- Lärmampel onlineLärmampel für die Klasse im Browser: Grün, Gelb und Rot nach einem Grenzwert in dB(A), Countdown, Werte der Stunde und Kalibrierung, ohne App.
- Lineal online in OriginalgrößeBildschirmlineal in echten Zentimetern: einmal mit Bankkarte, Euro-Münze oder Bildschirmgröße kalibrieren, dann messen, Winkel prüfen oder ausdrucken.