Schule
Tools für den Unterricht: eine Lärmampel mit Grenzwert für die Klasse und Geschichtenwürfel mit Bildern zum Erzählen und Schreiben.
- Geschichtenwürfel online9 Würfel mit Bildern aus 6 Sets werfen und daraus eine Geschichte erzählen, allein oder reihum. Mit Erzählanfang, Timer und Würfelnetz zum Drucken.
- Lärmampel onlineLärmampel für die Klasse im Browser: Grün, Gelb und Rot nach einem Grenzwert in dB(A), Countdown, Werte der Stunde und Kalibrierung, ohne App.
Was die Tools für die Schule leisten
Die Rubrik Schule sammelt Werkzeuge für den Unterricht, die ohne Installation im Browser laufen, auf dem Rechner am Beamer genauso wie auf Tablet oder Handy. Den Anfang macht die Lärmampel online. Sie hört über das Mikrofon mit und zeigt der Klasse in Grün, Gelb und Rot, ob ihre Lautstärke zur Arbeitsform passt.
- Für Stillarbeit, Gruppenarbeit und andere Arbeitsformen bringt sie eigene Grenzwerte mit, von 50 dB(A) bis 80 dB(A), oder übernimmt die Grenze aus dem Raum.
- Für jede Sitzung hält sie Mittelungspegel, Höchstwert und die Zeit über dem Grenzwert fest.
- Ein Abgleich mit einem Schallpegelmesser macht aus den Schätzwerten belastbarere Zahlen.
- Für Lehrkräfte schätzt sie den Tages-Lärmexpositionspegel und vergleicht ihn mit den Auslösewerten der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung.
Jedes Tool dieser Rubrik erklärt auf seiner Seite, wie es misst oder rechnet und auf welche Quellen es sich stützt. Es berät nicht im Einzelfall und ersetzt keine Messung durch eine Fachkraft.
Geschichtenwürfel zum Erzählen und Schreiben
Die Geschichtenwürfel werfen bis zu 9 Bildwürfel aus 6 Bildersets, und ein Kind, eine Gruppe oder die ganze Klasse erzählt oder schreibt eine Geschichte, in der jedes Bild vorkommt. Die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz nennen Erzählen als Aufgabe des Sprechens und Schreiben zu Bildern als kreative Schreibform, und die Würfel liefern dafür den Anlass.
Reihum erzählt die Klasse an einer Geschichte weiter, mit einem Timer für jeden Zug, einem Erzählanfang und den Namen der Bilder unter den Würfeln. Derselbe Wurf lässt sich als Link an die Klasse schicken, und jeder Würfel druckt sich als Würfelnetz mit 3,5 cm Kantenlänge zum Basteln.
Warum Lärm im Unterricht zählt
Im Unterricht konkurriert die Stimme der Lehrkraft mit dem Hintergrund. Je lauter die Klasse, desto mehr Mühe kostet es, einer Erklärung zu folgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nennt in ihren Leitlinien für anspruchsvolle Inhalte in der Schule einen deutlichen Mindestabstand zwischen Sprache und Störgeräusch. Die Übersichtsarbeit von Shield, Greenland und Dockrell hält fest, dass die jüngsten Klassen einen noch größeren Abstand brauchen.
Steigt der Lärm, heben alle unwillkürlich die Stimme. Diesen Lombard-Effekt beschrieb der französische Arzt Étienne Lombard schon vor über hundert Jahren. Bottalico, Passione, Graetzer und Hunter haben bestimmt, ab welchem Hintergrundpegel er deutlich stärker wird. So schaukelt sich eine laute Klasse auf, und die Stimme der Lehrkraft trägt die Last.
Klatte und Kollegen von der Universität Oldenburg berichten von einer Befragung, in der 75 % der Lehrkräfte Lärm eine erhebliche Belastung nannten. Auch die Raumakustik spielt mit: Ein Raum mit langem Nachhall lässt Sprache verschwimmen und jedes Geräusch länger stehen. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung stellt beim Lärmschutz Schülerinnen und Schüler den Beschäftigten gleich.
Eine Grenze für jede Arbeitsform
Welche Grenze passt, hängt davon ab, was die Klasse gerade tut. Die Ampel bringt dafür Voreinstellungen mit, die eine eigene Festlegung dieser Seite sind. Jede liegt einige Dezibel über dem Pegel, den die Übersichtsarbeit von Shield, Greenland und Dockrell aus dem Jahr 2010 für dieselbe Tätigkeit in Grundschulklassen nennt. Arbeitet die Klasse wie geplant, bleibt die Ampel damit grün. Beim Start steht sie auf 68 dB(A) für Einzelarbeit, leise Gespräche.
- Stillarbeit oder Klassenarbeit: 50 dB(A). Mit schweigenden Kindern nennt die Übersichtsarbeit 44 dB.
- Leises Lesen: 60 dB(A). Für ruhige Tätigkeiten wie stilles Lesen sind es dort 56 dB.
- Einzelarbeit, leise Gespräche: 68 dB(A). Für Einzelarbeit mit etwas Gespräch nennt die Arbeit 65 dB.
- Gruppenarbeit: 76 dB(A). Bei Gruppenarbeit liegen die genannten Pegel bei 70 bis 77 dB.
- Praktisches Arbeiten oder Spielen: 80 dB(A). Dafür hat die Übersichtsarbeit kein Gegenstück, der Wert ist allein eine Festlegung dieser Seite.
Passt keine Voreinstellung zum Raum, hilft die Schaltfläche „Grenzwert aus dem Raum übernehmen“. Sie setzt die Grenze 3 dB über den stabilen Pegel, der gerade gemessen wird. Gedrückt wird sie in einem Moment, in dem die Klasse so arbeitet, wie es für die Aufgabe passt. Weil jeder Raum anders hallt und jedes Mikrofon anders hört, berücksichtigt dieser Weg Raum und Gerät gleich mit.
Gelb leuchtet die Ampel, sobald der Pegel bis auf 5 dB an die Grenze heranrückt; dieser Bereich lässt sich breiter oder schmaler stellen. Die Anzeige „Stabil“ nimmt den Median der letzten 5 s. Ein fallendes Federmäppchen oder ein kurzes Lachen färbt die Ampel deshalb nicht rot, eine Klasse, die laut bleibt, dagegen schon.
Ohne Kalibrierung bleiben alle Zahlen Schätzungen. Für die Farben reicht das, solange dasselbe Gerät im selben Raum misst. Ob eine Grenze zur Lerngruppe passt, zeigen die Werte der Sitzung: wie oft die Ampel rot wurde und wie lange die längste Phase ohne Rot dauerte.
Geräte, Mikrofon und Datenschutz
Die Tools laufen auf jedem Gerät mit einem aktuellen Browser: auf dem Laptop, der den Beamer speist, auf einer digitalen Tafel, einem Tablet oder einem Handy. Im Vollbild füllt die Anzeige die Projektionsfläche, und wo der Browser es erlaubt, bleibt der Bildschirm während der Messung wach.
Für eine Messung fragt der Browser nach der Mikrofonfreigabe. Solange das Mikrofon läuft, zeigt er sein Aufnahmesymbol, und ein Klick gibt es wieder frei. Auf dieser Website dürfen nur die Seiten der Lärmampel das Mikrofon anfordern. Fehlt am Beamer-Rechner ein Mikrofon, lässt sich ein USB-Mikrofon anschließen und in der Ampel auswählen.
Aufgenommen, gespeichert oder gesendet wird dabei nichts. Der Ton wird im Browser zu Pegeln verrechnet und verlässt das Gerät nicht; ein geteilter Link enthält nur Einstellungen. Ein Konto gibt es nicht, und gespeichert bleibt höchstens eine Kalibrierung in diesem Browser.