Der die das: Artikelfinder für deutsche Nomen
Artikelfinder für 88.266 deutsche Nomen: Genus, Artikel, Plural, vier Fälle und die Endungsregel mit gemessener Trefferquote. Dazu fünf weitere Sprachen.
Der Artikel richtet sich nach dem Genus des Nomens: der für Maskulinum, die für Femininum, das für Neutrum. Im Plural steht bei allen dreien die. Eine vollständige Systematik gibt es nicht, doch Endungen helfen: Von 5.535 Nomen auf -ung in der Liste des Finders sind 99,2 % feminin.
Geben Sie ein Nomen ein, um Genus, Artikel und die Regel dahinter zu sehen.
- Erstellt und an den Quellen geprüft von Muhammad Abdullah Awais
- Zahlen geprüft am
- 8 Quellen
- Methodik
Der die das nachschlagen statt raten: Der Artikelfinder kennt 88.266 deutsche Substantive und zeigt zu jedem Genus, Artikel und Plural. Eine Tabelle ergänzt die vier Fälle, eine Endungsregel nennt ihre gemessene Trefferquote. Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch stehen im selben Menü.
Artikel finden: was die Suche zu einem Nomen zeigt
Ein Nomen eintippen, Nachschlagen wählen, und das Wort erscheint mit seinem Artikel. Für Zeitung zeigt der Finder die Zeitung als bestimmter Artikel, eine Zeitung als unbestimmter Artikel und die Zeitungen als Plural. Darunter stehen das Genus, hier feminin, und eine aufklappbare Tabelle mit allen vier Fällen. Es folgt die Endungsregel: 99,2 % der 5.535 Nomen auf -ung in der Liste sind feminin, und dieses Wort folgt ihr. Hat eine Schreibung mehrere Genera, bekommt jede Bedeutung einen eigenen Block. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle. Auch wer ohne Umlaute tippt, landet richtig: Madchen führt zu das Mädchen. Eine Pluralform wie Kinder verweist auf die Grundform das Kind.
Mehrere Wörter, durch Kommas getrennt, prüft der Finder in einem Durchgang, bis zu 30 auf einmal. Das Ergebnis ist dann eine Tabelle mit Wort, Artikelform und Genus. Fehlt ein Wort in der Liste, steht daneben Schätzung oder nicht gefunden. Suchbegriff und Sprache bleiben im Link, sodass sich ein Ergebnis teilen lässt. Zum Antippen stehen Zeitung, Mädchen, Band, Joghurt und Kinder unter dem Eingabefeld.
Gedacht ist das Werkzeug für alle, die Deutsch als Fremdsprache lernen oder unterrichten, und für Muttersprachler mit einem Zweifelsfall. Wer eine andere Sprache lernt, stellt das Menü einfach um.
Nach welchen Regeln richtet sich der Artikel?
Nach dem Genus des Nomens, und das Genus folgt nur teilweise Regeln. Das Deutsche unterscheidet drei Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum. Dieses grammatische Geschlecht steckt nicht im Nomen selbst, es zeigt sich an Artikel und Adjektiv (IDS, grammis). Eine umfassende Systematik, die das Genus jedes Nomens erkennen ließe, gibt es nicht, wohl aber Regeln der Genuszuweisung.
Welcher Artikel passt, verraten drei Arten von Hinweisen, unterschiedlich zuverlässig:
- die Form: eine Endung oder ein Suffix wie -ung, -chen oder -ling
- die Bedeutung: etwa Wochentage, Metalle oder substantivierte Verben
- die Wortbildung: bei zusammengesetzten Wörtern der letzte Bestandteil
Wo keiner davon greift, bleibt nur das Lernen mit dem Artikel. In der Liste des Finders stellen Feminina mit 42,6 % die größte Gruppe, vor Maskulina mit 36,7 % und Neutra mit 20,2 %. Nur 0,5 % der Einträge kommen ausschließlich im Plural vor, etwa die Eltern.
Endungen und Suffixe mit ihrer Trefferquote
Die Endung ist der stärkste formale Hinweis auf das Genus, besonders wenn sie ein Suffix der Wortbildung ist. Als sehr zuverlässig gelten -ung, -heit, -keit und -schaft für Feminina, -chen und -lein für Neutra sowie -ling und -ismus für Maskulina (IDS, grammis, Genus und explizite Derivation). Wie gut jede Regel trägt, zeigt eine eigene Zählung auf seiner Wortliste:
| Endung | Genus | Nomen | Anteil | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| -ung | feminin | 5.535 | 99,2 % | verlässlich |
| -heit | feminin | 515 | 98,4 % | verlässlich |
| -keit | feminin | 999 | 100 % | verlässlich |
| -schaft | feminin | 536 | 98,9 % | verlässlich |
| -ion | feminin | 1.678 | 96,5 % | verlässlich |
| -tät | feminin | 776 | 100 % | verlässlich |
| -ik | feminin | 834 | 94,5 % | verlässlich |
| -ie | feminin | 2.233 | 96,9 % | verlässlich |
| -erin | feminin | 3.010 | 99,6 % | verlässlich |
| -e | feminin | 14.669 | 85,2 % | Tendenz |
| -chen | neutral | 934 | 87,5 % | Tendenz |
| -lein | neutral | 96 | 99 % | verlässlich |
| -ment | neutral | 207 | 95,2 % | verlässlich |
| -tum | neutral | 162 | 92 % | verlässlich |
| -um | neutral | 1.180 | 71,2 % | Tendenz |
| -nis | neutral | 312 | 77,6 % | Tendenz |
| -ling | maskulin | 282 | 91,5 % | verlässlich |
| -ismus | maskulin | 557 | 100 % | verlässlich |
| -ist | maskulin | 474 | 94,7 % | verlässlich |
| -er | maskulin | 9.785 | 79,2 % | Tendenz |
| -en | maskulin | 2.692 | 46,9 % | schwach |
Die Einordnung folgt denselben Schwellen wie der Hinweis im Finder: verlässlich ab 90 %, Tendenz ab 70 %, darunter schwach. Die Anteile sind keine Zahlen aus Duden oder grammis. Sie zählen alle Einträge mit der jeweiligen Endung, auch solche, in denen die Buchstaben gar kein Suffix bilden.
Genau das erklärt die schwachen Werte. Bei -en sind nur 46,9 % der 2.692 Nomen maskulin, denn viele sind substantivierte Infinitive wie das Laufen, und diese sind neutral. Bei -er gilt die Regel im engeren Sinn nur für Personenbezeichnungen wie Lehrer, sodass die Liste 79,2 % erreicht. Auch -nis teilt sich: 77,6 % neutral, der Rest feminin.
Selbst eine starke Regel hat Ausnahmen, und der Finder kennzeichnet sie. Der Junge endet auf -e, obwohl 85,2 % der 14.669 Nomen darauf feminin sind. Der Zement widerspricht der Regel für -ment, die zu 95,2 % neutral ausfällt. Der Lehrling dagegen folgt -ling wie 91,5 % der übrigen.
Bedeutung, Sexus und Verkleinerungsform
Manche Genera ergeben sich aus der Bedeutung eines Worts statt aus seiner Form. Diese Gruppen gelten als weitgehend fest:
- maskulin: Wochentage, Monate, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen und die meisten Tageszeiten (der Montag, der Mai, der Abend), mit der Ausnahme die Nacht
- neutral: Metalle und Buchstaben (das Gold, das A)
- neutral: substantivierte Verben und andere Wortarten (das Laufen, das Aber)
Mit dem natürlichen Geschlecht, dem Sexus, deckt sich das Genus nur manchmal. Der Junge ist maskulin, das Mädchen dagegen neutral, ebenso das Kind. Beim Mädchen entscheidet die Form: -chen ist eine Verkleinerungsform, und Nomen mit dieser Nachsilbe sind neutral, gleich wen sie bezeichnen (IDS, grammis, Genus und explizite Derivation).
Dieselbe Regel führt der Finder für Mädchen an: 87,5 % der 934 Einträge auf -chen sind neutral. Dass es nicht 100 % sind, liegt an Wörtern, deren -chen zum Stamm gehört und nichts verkleinert. Die Nachsilbe -lein wirkt genauso, bleibt im heutigen Deutsch aber seltener.
Zusammengesetzte Wörter: das Grundwort entscheidet
Bei einem Kompositum bestimmt der letzte Bestandteil, das Grundwort, den Artikel. Das Bestimmungswort davor ändert am Genus nichts. Aus die Zeitung wird so die Tageszeitung, aus das Kind das Wunderkind.
Viele Komposita stehen selbst in der Liste. Fehlt eines, sucht der Finder am Wortende das längste bekannte Nomen, vor dem noch mindestens drei Buchstaben stehen, und übernimmt dessen Genus. Ein erfundenes Wort wie Quatschzeitung ergibt so die Quatschzeitung. Das Ergebnis trägt den Titel Schätzung und nennt Zeitung als Grundwort.
Findet sich kein bekanntes Grundwort, schätzt der Finder nach der Endung. Er nimmt die längste Endung aus höchstens vier Buchstaben, zu der die Liste Einträge kennt, und nennt den Anteil des häufigsten Genus darunter. Je näher dieser Anteil an 100 % liegt, desto belastbarer ist die Schätzung.
Warum haben manche Nomen mehr als einen Artikel?
Weil entweder hinter einer Schreibung mehrere Wörter stehen oder der Gebrauch bei ein und demselben Wort schwankt. Im ersten Fall trägt jede Bedeutung ihr eigenes Genus, und der Finder zeigt sie getrennt:
- das Band (Streifen aus Stoff), der Band (Buch einer Reihe) und die Band (Musikgruppe)
- der See (Binnengewässer) und die See (Meer)
- das Teil (einzelnes Stück) und der Teil (Anteil an einem Ganzen)
Bei See greift zudem die Endungsregel ins Leere: Die erste Bedeutung ist maskulin, der Finder meldet daher eine Ausnahme zu -e. Den zweiten Fall nennt die Grammatik Genusschwankung: ein Wort, eine Bedeutung, zwei Genera (IDS, grammis, Genusschwankungen). Beispiele sind der oder das Teller, das Virus neben dem umgangssprachlichen der Virus und das Radio, das im Süden auch der Radio heißt.
Besonders oft schwankt ein Fremdwort, bis sich ein Genus durchsetzt. Für Joghurt nennt der Finder der Joghurt, die Joghurt und das Joghurt und vermerkt, dass das Wörterbuch mehr als ein Genus zulässt. Die erste Form ist die häufigste; welche gilt, hängt von Region und Gebrauch ab.
Der Artikel in den vier Fällen
Der Artikel trägt nicht nur das Genus, sondern auch Fall und Zahl. Seine Deklination umfasst vier Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Vor dem Schrägstrich steht jeweils der bestimmte, dahinter der unbestimmte Artikel:
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der / ein | die / eine | das / ein | die |
| Genitiv | des / eines | der / einer | des / eines | der |
| Dativ | dem / einem | der / einer | dem / einem | den |
| Akkusativ | den / einen | die / eine | das / ein | die |
Im Plural gibt es keinen Unterschied nach dem Genus: die Männer, die Frauen, die Kinder (Duden für Lernende). Einen unbestimmten Artikel im Plural gibt es nicht, das Nomen steht dann ohne Begleiter. Maskulinum und Neutrum unterscheiden sich im Singular nur in Nominativ und Akkusativ.
Der Finder blendet diese Tabelle unter jedem gefundenen Nomen im Singular ein, passend zu seinem Genus. Sie zeigt die Artikel allein. Endungen am Substantiv, etwa das -es in des Kindes oder das -n in den Kindern, gehören ebenfalls zur Deklination, stehen dort aber nicht.
Le, la, el, het: Genus in fünf weiteren Sprachen
Über das Menü wechselt der Finder zu Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch oder Polnisch, jeweils mit eigener Liste. Englisch fehlt, weil englische Nomen kein grammatisches Geschlecht haben.
| Sprache | Genera | Beispiel | Anteile | Nomen |
|---|---|---|---|---|
| Spanisch | maskulin, feminin | el agua | 62,7 % / 37,3 % | 50.498 |
| Französisch | maskulin, feminin | la hache | 63 % / 37 % | 50.099 |
| Italienisch | maskulin, feminin | lo studente | 57,1 % / 42,9 % | 58.896 |
| Niederländisch | de-Wort, het-Wort | het meisje | 71,7 % / 28,3 % | 108.801 |
| Polnisch | maskulin, feminin, neutral | ten kot | 24,9 % / 68,4 % / 5,5 % | 124.065 |
Jede Sprache bringt eigene Stolpersteine mit, und der Finder nennt sie beim Wort. El agua ist feminin, nimmt wegen des betonten a aber el. La hache behält la, weil das h gehaucht ist. Lo studente verlangt lo vor s plus Konsonant. Im Niederländischen ist jede Verkleinerungsform ein het-Wort, wie het meisje. Polnisch hat keine Artikel, deshalb prüft der Finder dort mit ten, ta und to.
Wer Wörter nicht nachschlagen, sondern aus vorgegebenen Buchstaben bilden will, findet sie im Wortfinder.
Woher die Liste stammt und wo sie endet
Die deutschen Einträge stammen aus german-nouns, einer offenen Liste aus dem deutschen Wiktionary. Eingelesen wurde sie am 30. September 2026: 88.266 Grundformen und 65.306 Pluralformen. Über alle sechs Sprachen kennt der Finder 480.625 Nomen.
Ein offenes Wörterbuch kann seltene oder neue Wörter vermissen und ein seltenes zweites Genus aufführen. Für eine Prüfung, einen Vertrag oder einen Text zum Druck hat ein Referenzwerk wie der Duden das letzte Wort. Alle Zählungen dieser Seite beruhen auf der Wortliste dieses Werkzeugs, nicht auf Duden oder grammis.
Die Suche läuft im Browser. Geladen werden nur Teile der Wortliste von dieser Website, und die eingegebenen Wörter gehen an keinen Server. Wie Listen und Zählungen entstehen und geprüft werden, beschreibt die Methodik.
Häufige Fragen
Wann benutzt man der die das?
Der steht vor maskulinen, die vor femininen und das vor neutralen Nomen im Nominativ Singular. Im Plural heißt es immer die. Welches Genus ein Nomen hat, verraten oft Endung, Bedeutung oder Grundwort, sonst wird es mit dem Wort gelernt.
Ist der, die oder das ein Artikel?
Ja, alle drei sind die Formen des bestimmten Artikels im Nominativ Singular. Dieselben Wörter dienen auch als Demonstrativ- und Relativpronomen, etwa in „der Mann, der dort steht“.
Heißt es der, die oder das Mädchen?
das Mädchen, im Plural die Mädchen. Das Suffix -chen macht das Wort neutral, obwohl es ein weibliches Wesen bezeichnet. Das Genus folgt hier der Form, nicht dem Sexus.
Sagt man der oder das Joghurt?
Beides kommt vor. Der Finder nennt der als erste Form und führt die übrigen als Varianten, die das Wörterbuch ebenfalls zulässt. Welche üblich ist, hängt von der Region ab.
Warum hat das Deutsche drei Artikel?
Weil es drei Genera unterscheidet und der Artikel sie anzeigt. Am Nomen selbst ist das Genus meist nicht zu erkennen, erst Artikel und Adjektiv machen es sichtbar.
Findet der Finder auch Pluralformen wie Kinder?
Ja. Eine Pluralform führt zurück zur Grundform: Kinder ergibt das Kind mit dem Hinweis, dass Kinder deren Plural ist. Nomen, die es nur im Plural gibt, wie die Eltern, erscheinen ohne Artikel im Singular.
Was passiert, wenn ein Wort nicht in der Liste steht?
Dann folgt eine gekennzeichnete Schätzung: bei einem Kompositum nach dem Grundwort, sonst nach dem Anteil der Genera bei derselben Endung. Reicht auch die Endung nicht aus, meldet der Finder, dass nichts gefunden wurde.
Kann ich viele Wörter auf einmal prüfen?
Ja, bis zu 30 Wörter, durch Kommas getrennt. Das Ergebnis erscheint als Tabelle mit Artikelform und Genus; Schätzungen und fehlende Wörter sind dort markiert.
Quellen
Die Zahlen und Regeln auf dieser Seite wurden am anhand dieser Veröffentlichungen geprüft.
- Genus(öffnet in einem neuen Tab)
Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, grammis
- Genus und explizite Derivation(öffnet in einem neuen Tab)
Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, grammis
- Genusschwankungen(öffnet in einem neuen Tab)
Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, grammis
- german-nouns(öffnet in einem neuen Tab)
gambolputty (GitHub), from the German Wiktionary
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