Wortschatz-Test online
Im Mittel 73.625 Lemmata kannten junge Erwachsene in einer Berliner Studie. Der Test schätzt Ihren Wortschatz aus echten und erfundenen Wörtern.
Junge Erwachsene mit Deutsch als Muttersprache kannten in der Studie von Segbers und Schroeder im Mittel 73.625 Lemmata. Dieser Wortschatz-Test online schätzt Ihren Wert auf einer Liste von 50.000 Grundformen: Sie markieren in zwei Runden die Wörter, deren Bedeutung Sie kennen, und erhalten eine Zahl mit wahrscheinlicher Spanne. Erfundene Wörter unter den echten fangen geratene Häkchen ab.
Testen Sie Ihren Wortschatz
Echte Wörter: 100, erfundene Wörter: 34
Haken Sie jedes Wort an, dessen Bedeutung Sie kennen.
Einige Wörter sind erfunden. Ein Häkchen bei einem davon senkt das Ergebnis.
Zum Ausprobieren und aus Neugier: Der Test zählt Wörter seiner Liste und ist kein Sprachniveau und kein Zertifikat.
Hier erscheinen Ihre Ergebnisse, gespeichert nur in diesem Browser.
- Erstellt und an den Quellen geprüft von Muhammad Abdullah Awais
- Zuletzt geprüft am
- 15 Quellen
- Methodik
Wie viele deutsche Wörter kennen Sie? Der Test zeigt echte Wörter aus allen Teilen einer nach Häufigkeit geordneten Liste, gemischt mit erfundenen. Sie haken die bekannten an, und das Ergebnis erscheint sofort im Browser. Kostenlos, ohne Anmeldung und neben Deutsch in sechs weiteren Sprachen.
Wie groß ist mein Wortschatz?
So groß, wie es Ihre Häkchen in Stichproben aus allen Teilen einer Häufigkeitsliste zeigen. Die Liste ist in 20 Häufigkeitsbereiche zu je 2.500 Grundformen geteilt, vom häufigsten Wort bis Rang 50.000. Aus jedem Bereich prüft der Test wenige Wörter und rechnet auf den ganzen Bereich hoch. Erfundene Wörter dazwischen zeigen, wie oft geraten wurde; ihr Anteil wird abgezogen. Die Summe aller Bereiche ist Ihr Wortschatzumfang auf dieser Liste.
Ein Rechenbeispiel für Bereich 10, die Ränge 22.501 bis 25.000: Von 10 gezeigten Wörtern daraus sind 7 angehakt, das sind 70 %. Von den 34 erfundenen Wörtern des ganzen Tests ist 1 angehakt, also 2,9 %. Für den Bereich zählen 70 % minus 2,9 %, gleich 67,1 %. Er umfasst 2.500 Grundformen; von seiner Stichprobe behielt die Durchsicht 86 % als echte Wörter, er steht damit für 2.153. Ergebnis dieses Bereichs: 1.444 bekannte Wörter.
Runde 1 zeigt 40 echte Wörter, 2 aus jedem Bereich, und 14 erfundene, gemischt und alle auf einmal. Runde 2 bringt in der Standardlänge 60 weitere echte und 20 erfundene Wörter. Jeder Bereich bekommt mindestens ein weiteres Wort, aber nicht alle gleich viele. In der Standardlänge erhält ein Bereich mit einem Häkchen und einer Lücke in Runde 1 etwa doppelt so viele wie einer mit zwei gleichen Antworten. Bereiche, die für mehr echte Wörter stehen, erhalten ebenfalls mehr. Dieses Verfahren heißt Neyman-Allokation; es ist eine Wahl dieser Seite, keine Vorgabe einer Studie.
Kein Wort erscheint in einem Test zweimal. Insgesamt zeigt die kurze Fassung 70 echte und 24 erfundene Wörter, die Standardlänge 100 und 34, die ausführliche 160 und 54. Vor dem Addieren glättet der Test die Anteile, damit ein seltenerer Bereich nie als besser bekannt zählt als ein häufigerer; auch das ist eine eigene Entscheidung.
Ein ausgedachtes Beispiel, kein Richtwert: Eine Person kennt jedes Wort der 6 häufigsten Bereiche, also der ersten 15.000 Grundformen. Danach kennt sie in jedem selteneren Bereich 6 Prozentpunkte weniger, im letzten noch 16 %, und sie hakt 1 erfundenes Wort an. Auf der deutschen Liste ergibt das 32.200 Wörter, wahrscheinlich zwischen 27.600 und 36.800, gerechnet mit denselben Schritten wie ein echter Durchgang.
Was als Wort zählt: Grundform, Wortformen, Komposita
Gezählt werden Grundformen, nicht Wortformen. Die Grundform, in der Sprachwissenschaft Lemma genannt, ist die Form, unter der ein Wörterbuch ein Wort aufführt: „gehen“ steht für „gehe“, „ging“ und „gegangen“, „Haus“ für „Häuser“ und „Hauses“. Eine Wortfamilie fasst darüber hinaus verwandte Bildungen zusammen, etwa „fahren“, „Fahrer“, „Fahrt“ und „befahrbar“. Je nach Einheit entstehen für denselben Menschen sehr verschiedene Zahlen.
Wie groß der Abstand ist, zeigt eine Studie für amerikanisches Englisch: Brysbaert und Kollegen (2016) führten die Lemmata, die 20-Jährige kennen, auf nur 11.100 Wortfamilien zurück. Im Deutschen kommen Komposita hinzu, also Zusammensetzungen wie Schreibtischlampe oder Fahrradschloss, die sich fast beliebig bilden lassen. Die Zahl deutscher Wörter ist deshalb nach oben offen.
Der Duden schreibt, dass die vielen selten verwendeten Wörter seines Korpus oft Namen oder mehrteilige Zusammensetzungen sind, deren Bedeutung sich meist aus den Teilen ergibt. Segbers und Schroeder zählten Zusammensetzungen und Ableitungen als eigene Lemmata. Bei ihren Erwachsenen bestand der geschätzte Wortschatz mehrheitlich aus Wörtern mit zwei oder mehr Bausteinen, und anteilig am stärksten wuchsen die Zusammensetzungen.
Die Liste dieses Tests umfasst die Nomen, Verben, Adjektive und Adverbien, die das englischsprachige Wiktionary für das Deutsche führt, in der Aufbereitung von kaikki.org. Zusammensetzungen mit eigenem Eintrag sind darin eigene Grundformen. Geordnet sind sie danach, wie oft ihre Formen in Film- und Fernsehuntertiteln vorkommen. Grundlage ist das Korpus OpenSubtitles 2018 in den Häufigkeitslisten des Projekts FrequencyWords.
Untertitel bilden gesprochene Alltagssprache ab. Für amerikanisches Englisch sagten Untertitel-Häufigkeiten bei Brysbaert und New (2009) das Erkennen von Wörtern besser vorher als Zählungen aus geschriebenen Quellen. Ein Überblick in Experimental Psychology (2011) kam für das Deutsche zu einem ähnlichen Befund.
Die Untertitellisten zählen in Kleinbuchstaben. Ein Nomen und ein Verb gleicher Schreibung, etwa das Essen und essen, teilen sich deshalb eine Zählung, und die Ränge sind Näherungswerte. Im Test stehen Nomen wie im Wörterbuch mit großem Anfangsbuchstaben. Welcher Artikel zu einem Nomen gehört, zeigt der Artikelfinder für der, die und das.
Eine Durchsicht ging je Bereich eine feste Zufallsauswahl Wort für Wort durch und verglich sie mit allgemeinen Wörterbüchern. Gestrichen wurde, was keine Grundform des Deutschen ist: Namen, Abkürzungen, fremdsprachige Wörter, gebeugte Formen, Tippfehler, anstößige Wörter, Laute und Bruchstücke fester Wendungen. Von 720 geprüften Kandidaten blieben 690, das sind 96 %. Dieser Anteil legt je Bereich fest, für wie viele echte Grundformen er steht; für die ganze Liste sind es 47.900.
Wie viele Wörter kennt ein Muttersprachler?
Im Mittel 73.625 Lemmata kannten die 30 jungen Erwachsenen, die Segbers und Schroeder in Berlin mit einem Ja-Nein-Test prüften. Die Werte streuten stark, die Standardabweichung lag bei 17.593. Gezählt wurde auf der Lemmaliste des Kinderbuchkorpus childLex. Die übrigen Angaben der Tabelle stammen aus anderen Quellen und zum Teil aus einer anderen Sprache.
| Quelle | Wer, welche Sprache | Zählweise | Wert |
|---|---|---|---|
| Segbers und Schroeder | 30 junge Erwachsene, Deutsch | Lemmata der childLex-Liste | 73.625 im Mittel |
| dieselbe Studie | Kinder der ersten Klasse, Deutsch | Lemmata der childLex-Liste | etwa 6.000 |
| Duden | Muttersprachige, Deutsch, ohne genannte Studie | Wörter, die verstanden werden | mindestens 50.000 |
| Brysbaert und Kollegen (2016) | 20-Jährige, amerikanisches Englisch | Lemmata einer Liste von 61.800 | 42.000 im Median, 27.100 bis 51.700 vom 5. bis 95. Perzentil |
| dieselbe Studie | 60-Jährige, amerikanisches Englisch | Lemmata einer Liste von 61.800 | 48.200 im Median |
Vergleichen lassen sich die Zahlen nur mit Vorsicht. Die Berliner Studie rechnete auf die Lemmata eines Korpus aus Kinderbüchern hoch, in dem Zusammensetzungen eigene Lemmata sind. Der Duden nennt seine Angaben selbst Schätzwerte und gibt keine Studie dazu an. Die englischen Werte stammen aus einer Onlinestudie mit amerikanischem Englisch und gelten nicht für das Deutsche.
Dieser Test kann höchstens 47.900 Grundformen ergeben, so viele zählt seine Liste. Wer die meisten häufigen Wörter kennt, landet deshalb weit oben auf dieser Skala, auch wenn der eigene Wortschatz insgesamt größer ist. Mit anderen Ergebnissen dieses Tests ist ein Wert gut vergleichbar, mit den Studien nur der Größenordnung nach.
Pseudowörter: warum erfundene Wörter dazugehören
Pseudowörter sind Buchstabenfolgen, die wie Wörter einer Sprache aussehen, aber keine sind; umgangssprachlich heißen sie auch Fantasiewörter. Sie zeigen, wie großzügig jemand Häkchen setzt. Wer ein Wort nur ungefähr kennt oder rät, hakt auch manches erfundene Wort an. Genau dieser Anteil wird von jedem Bereich abgezogen. Diese Ratekorrektur nutzten Keuleers und Kollegen (2015) in ihrer großen Onlinestudie zum Niederländischen und Brysbaert und Kollegen (2016) für das Englische.
In der Standardlänge sind 34 der 134 Einträge erfunden, also 25 %. Brysbaert und Kollegen zeigten je Durchgang 67 echte und 33 erfundene Wörter, bei Keuleers und Kollegen waren 28 % der Einträge erfunden. Hakt jemand mehr als 20 % der erfundenen Wörter an, steht beim Ergebnis ein Hinweis. Die Rechnung zieht dann viel ab, und die Schätzung wird unsicherer.
Die erfundenen Wörter dieses Tests entstanden, indem Buchstabengruppen echter Grundformen vertauscht wurden. Die Idee stammt aus dem Programm Wuggy von Keuleers und Brysbaert (2010); die Seite nutzt eine eigene, einfache Fassung. Ausgewählt wurden die 141 Kandidaten bei derselben Durchsicht wie die echten Wörter. Segbers und Schroeder bildeten ihre 24 Pseudowörter ähnlich, etwa mit einem getauschten Vokal, aus „schwach“ wurde „schwich“, oder aus zwei Wortbausteinen wie in „Führtum“.
Auch ein bekanntes Verfahren der Psychologie arbeitet mit Fantasiewörtern: der Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenztest, kurz MWT. Laut dem Lexikon der Psychologie von Spektrum steht dort in jeder Zeile ein bekanntes Wort unter vier sinnlosen, und gesucht ist das bekannte. Der MWT soll das Niveau der kristallinen Intelligenz schätzen, also des erworbenen Wissens. Dieser Test hat keine Normen und zählt nur bekannte Wörter.
Das Ergebnis lesen: Zahl, Spanne und Balken
Das Ergebnis nennt, wie viele Wörter der deutschen Testliste Sie nach Ihren Häkchen kennen, gerundet auf volle Hundert. Grundlage sind in der Standardlänge 100 echte und 34 erfundene Wörter, gezogen aus 20 Bereichen einer nach Häufigkeit geordneten Liste von 50.000 Grundformen aus Film- und Fernsehuntertiteln. Je Bereich zählt der Anteil angehakter echter Wörter minus dem Anteil angehakter erfundener, mal der Zahl echter Wörter, für die der Bereich steht. Mehr als 47.900 kann kein Ergebnis betragen. Zum Vergleich kannten 30 junge Erwachsene bei Segbers und Schroeder im Mittel 73.625 Lemmata, gezählt auf einer anderen Liste. Die Zahl misst Wörter dieser Liste, deren Bedeutung Sie wiedererkennen, nicht Ihren gesamten Wortschatz und kein Sprachniveau. Wie sicher sie ist, zeigt die wahrscheinliche Spanne darunter.
Diese Spanne ist ein Konfidenzintervall von 95 %, berechnet aus der Streuung Ihrer Antworten in jedem Bereich und bei den erfundenen Wörtern. Keine Studie veröffentlicht für diese Rechnung einen Standardfehler; die Spanne ist deshalb eine eigene Statistik dieser Seite. Wenige Wörter je Bereich lassen viel offen, die ausführliche Fassung macht die Spanne meist schmaler.
Außerdem zeigt das Ergebnis den Anteil an der Liste, die angehakten erfundenen Wörter und, falls vorhanden, Ihr letztes Ergebnis in derselben Sprache. Balken zeigen je Häufigkeitsbereich den Anteil, der als bekannt zählt, die häufigsten Wörter oben. Aufklappen lassen sich die echten Wörter ohne Häkchen und alle erfundenen Wörter, die angehakten markiert.
Die letzten 10 Ergebnisse bleiben im Speicher dieses Browsers: Sprache, Länge, Schätzung, Spanne und die Zahl angehakter erfundener Wörter, kein einziges Testwort. Gesendet wird nichts, und der Link der Seite trägt nur Testsprache und Länge. „Ergebnis kopieren“ legt eine Zeile mit Zahl, Spanne und Link in die Zwischenablage.
Aktiver und passiver Wortschatz
Zum passiven Wortschatz gehören die Wörter, die jemand beim Lesen oder Hören versteht, zum aktiven Wortschatz die, die jemand selbst spricht oder schreibt. In der Fachliteratur heißen sie auch rezeptiver Wortschatz und produktiver Wortschatz. Der aktive Teil ist kleiner, denn viele Wörter erkennt man, ohne sie je zu benutzen.
Dieser Test misst den passiven Teil: Ein Häkchen bedeutet, dass Sie die Bedeutung eines Wortes kennen, wenn Sie es sehen. Nach Brysbaert und Kollegen (2016) wird produktives Wissen auf weniger als die Hälfte des rezeptiven geschätzt. Das Team nennt seine Zahlen zudem Obergrenzen, denn Wortwissen kann so flach sein wie das Wissen, dass ein Wort existiert.
Eine ganz andere Zählung betrifft laufende Wörter. Wie viele Wörter ein Vortrag je Minute braucht, zählt jedes Wort bei jedem Vorkommen, also auch zehnmal „und“; das rechnet der Redezeit-Rechner. Der Wortschatzumfang zählt dagegen jedes verschiedene Wort nur einmal.
Deutsch als Fremdsprache: kein Sprachniveau
Das Ergebnis ordnet kein Referenzniveau des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens zu, also keine Stufe von A1 bis C2, und ersetzt weder ein Zertifikat noch eine Schulnote. Sprachprüfungen fragen Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen ab, nicht nur Wörter.
Für Deutsch als Fremdsprache nennt die Wortliste des Goethe-Instituts und des ÖSD zum Goethe-Zertifikat B1 rund 2.400 lexikalische Einheiten. Zusammensetzungen, deren Bedeutung sich aus ihren Teilen ergibt, zählt sie nicht eigens. Lernlisten wie diese erfassen nur einen kleinen Teil dessen, was Erwachsene in ihrer Muttersprache kennen.
Für Lernende gibt es eigene Kurztests. LexTALE von Lemhöfer und Broersma (2012) besteht aus 40 Wörtern und 20 Nichtwörtern und wurde für Englisch entwickelt. Laut dem Aufsatz gibt es auch eine deutsche Fassung, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht validiert war. Damit 98 % der Wörter eines geschriebenen englischen Textes bekannt sind, braucht es nach Nation (2006) 8.000 bis 9.000 Wortfamilien, bei gesprochener Sprache 6.000 bis 7.000.
Wortschatz in Schule, Studium und Alter
Nach den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für die Grundschule verfügen Kinder über einen angemessenen Wortschatz und erweitern ihn; eine Zahl nennen die Standards nicht. Ein Grundwortschatz, also die Wörter, die Kinder sicher schreiben sollen, orientiert sich nach demselben Text in der Regel an der Gebrauchshäufigkeit.
In der Berliner Studie von Segbers und Schroeder wuchs der Wortschatz von etwa 6.000 Lemmata in der ersten Klasse bis ins junge Erwachsenenalter. Zwischen benachbarten Klassenstufen nahm er deutlich zu, nur von der ersten zur zweiten Klasse nicht. Auch danach geht das Lernen weiter: Für amerikanisches Englisch schätzten Brysbaert und Kollegen zwischen 20 und 60 Jahren einen Zuwachs von 6.000 Grundformen, etwa eine neue alle zwei Tage. Die Zahlen hängen nach dieser Studie auch davon ab, ob jemand liest und Medien mit viel Sprache nutzt.
In der großen Studie zum Niederländischen von Keuleers und Kollegen (2015) kannten 13-Jährige etwa 55 % der 52.847 Testwörter, über 70-Jährige fast 80 %. Vom Sekundarabschluss zum Bachelor kamen rund 2.000 Wörter hinzu, vom Bachelor zum Master 1.500, und jede weitere Sprache ging mit etwa 500 mehr einher.
Wie viele Wörter ein einzelner Mensch schreibt, zeigt das Goethe-Wörterbuch der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Es erfasst rund 93.000 Stichwörter aus Goethes Texten. Das sind die Wörter, die Goethe verwendet hat, nicht alle, die er kannte; mit einem Testergebnis lässt sich die Zahl nicht vergleichen.
Häufige Fragen
Wie groß ist der deutsche Wortschatz?
Laut Duden wird der Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache auf 300.000 bis 500.000 Grundformen geschätzt. Genaue Angaben hält der Duden für unmöglich, weil ständig neue Wörter gebildet oder entlehnt werden. Leichter zu zählen ist ein Wörterbuch: Der aktuelle Rechtschreibduden enthält rund 151.000 Stichwörter. Die Liste dieses Tests reicht bis Rang 50.000.
Ist der Test kostenlos und anonym?
Ja. Er braucht kein Konto, und Ihre Häkchen verlassen den Browser nicht. Nur die letzten Ergebnisse bleiben im Speicher dieses Browsers, ohne die Testwörter, und lassen sich mit einem Klick löschen. Der Link der Seite enthält nur Sprache und Länge des Tests.
Warum bekomme ich bei jedem Versuch andere Wörter?
Jeder Durchgang zieht seine Wörter per Zufall neu aus einer festen Auswahl geprüfter Wörter je Häufigkeitsbereich, einzelne können also wiederkommen. Runde 2 hängt außerdem von Ihren ersten Antworten ab. Zwei Ergebnisse weichen deshalb etwas voneinander ab, meist innerhalb der wahrscheinlichen Spanne. Ihr letzter Wert in derselben Sprache steht zum Vergleich unter dem neuen.
Zählt ein Wort, das ich nur vom Hören kenne?
Ja, wenn Sie wissen, was es bedeutet. Gefragt ist die Bedeutung, nicht ob Sie das Wort schon einmal geschrieben oder gesagt haben. Ein Wort, das nur vertraut klingt, ohne dass Sie seine Bedeutung kennen, zählt in diesem Sinn nicht als bekannt.
Wie viele Wörter benutzt man im Alltag?
Nach Angaben des Dudens benutzt ein Mensch mit Deutsch als Muttersprache im Durchschnitt etwa 12.000 bis 16.000 Wörter. Verstanden werden nach derselben Quelle mit mindestens 50.000 um ein Mehrfaches mehr. Der Duden nennt beides Schätzwerte und gibt dafür keine Studie an.
Funktioniert ein Online-Wortschatztest überhaupt?
Als Schätzung ja, mit Grenzen. Laut dem LexTALE-Aufsatz von Lemhöfer und Broersma (2012) fanden Mochida und Harrington (2006) Korrelationen von über 0,8 zwischen einem solchen Ja-Nein-Test und dem Vocabulary Levels Test. In diesem werden Wörter ihren Definitionen zugeordnet. Eine andere dort genannte Studie fand keinen signifikanten Zusammenhang. Dieser Test selbst ist nicht validiert und hat keine Normen.
Kann ich meinen Wortschatz auf Englisch testen?
Ja. Vor dem Start lässt sich die Sprache des Tests umstellen, neben Deutsch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch. Jede Sprache hat ihre eigene Liste aus Untertiteln, ihre eigenen erfundenen Wörter und eine eigene Durchsicht. Ergebnisse verschiedener Sprachen lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.
Ist das ein IQ-Test?
Nein. Der Test zählt bekannte Wörter einer Liste und vergleicht sie mit keiner Altersgruppe; Normwerte hat er nicht. Er ist weder ein IQ-Test noch eine Diagnose. Die Sprachentwicklung von Kindern oder eine Sprachstörung untersuchen Fachleute mit eigenen, normierten Verfahren.
Quellen
Die Zahlen und Regeln auf dieser Seite wurden am anhand dieser Veröffentlichungen geprüft.
- How many words do children know? A corpus-based estimation of children's total vocabulary size (Segbers and Schroeder)(öffnet in einem neuen Tab)
Language Testing (author's copy, Universität Göttingen)
- Goethe-Zertifikat B1: Wortliste(öffnet in einem neuen Tab)
Goethe-Institut und ÖSD
- Bildungsstandards für das Fach Deutsch, Primarbereich(öffnet in einem neuen Tab)
Kultusministerkonferenz
- MWT-A (Lexikon der Psychologie)(öffnet in einem neuen Tab)
Spektrum der Wissenschaft
- Goethe-Wörterbuch(öffnet in einem neuen Tab)
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
- Word knowledge in the crowd: Measuring vocabulary size and word prevalence in a massive online experiment (Keuleers, Stevens, Mandera and Brysbaert, 2015)(öffnet in einem neuen Tab)
Quarterly Journal of Experimental Psychology (PubMed)
- Introducing LexTALE: A quick and valid Lexical Test for Advanced Learners of English (Lemhöfer and Broersma, 2012)(öffnet in einem neuen Tab)
Behavior Research Methods (PubMed Central)
- How Large a Vocabulary is Needed For Reading and Listening? (Nation, 2006)(öffnet in einem neuen Tab)
The Canadian Modern Language Review (Victoria University of Wellington)
- Wuggy: A multilingual pseudoword generator (Keuleers and Brysbaert, 2010)(öffnet in einem neuen Tab)
Behavior Research Methods (Springer)
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